Mittwoch, 30. Januar 2008

Tayrona

Am 4. Januar um 17Uhr gings los in Bogotá. Wir hatten 18 Stunden Busfahrt vor uns. In Santa Marta angekommen gings dann erstmal mit Taxen (oder auch vom Schrottplatz geklaute gelbangestrichene Kisten) in die Stadt um Wasser zu kaufen. Ich glaube wir haben 8 mal 5Liter gekauft. Und weiter gings ne Stunde mit nem kleinen Bus (Flota) zum Eingang des Nationalparks Tayrona. Hier entstand das erste Foto unserer Gruppe.
(Alejo, MaCla, Ich, Alvarito, Lala und Sammy)
Mein Rucksack hat zu diesem Zeitpunkt irgendwas zwischen 25 und 30 kilo gewogen, da wir auch Essen und alles für die 10 Tage zelten mitgenommen haben. Als ich ihn später aufsetzen wollte, hats mich umgehaun und ich bin wie ne Schildkröte auf dem Rücken auf meinem Rucksack gelegen und hab mich zum Gespött aller anwesenden kolumbianer gemacht. "Gringa, boba ese :-)" In Kolumbien werden alle weissen und blonden für Amis gehalten...
Also, ein Stückchen konnten wir dann mit diesem Laster reinfahren, wo mich auch gleich die erste Wespe gestochen hat...

Aber dann lag trotzdem noch ein 1-stündiger Fussmarsch vor uns. Da das mit unserem ganzen Gepäck unmöglich gewesen wäre hat uns ein Pferd geholfen. Armes Tier!

und das war unser Zeltplatz. Rechts steht unser Zelt und gerade aus gehts zum Strand. Karibikküste...

Erste Eindrücke:

Die Kokusnuss! Immer wenn wir mal zwischendurch Hunger hatte, dann wurde ne Kokusnuss geschält, geknackt und gegessen. Ausser wenn man einfach zu faul war die ganze Arbeit auf sich zu nehmen. übrigens, wir haben dort die ganze Zeit in Lebensgefahr verbracht. Die ganzen Palmen hingen nämlich proppevoll mit Kokusnüssen und wenn da mal eine runtergefallen ist... damit war nicht zu spassen. Einem Mädchen ist in der Zeit eine auf das Bein gefallen, und hat es gebrochen. Aber lecker waren sie!!!

Das allerschwerste bei der ganzen Sache war das schälen, wozu man Hände und Füsse gebraucht hat...

Das war meine erste Kokusnuss, die ich ganz alleine geschält hab. Mein ganzer Stolz, weil sie auch noch so schön war... :-)

Als nächstes öffnet man zwei der drei Löcher um die Kokusmilch zu trinken, die immer schön kühl, frisch und sehr lecker war. Ausserdem gar nicht so wenig...

Prost Nachbar :-)

Um sie dann zu öffnen hatten wir ne sehr gute und einfache Taktik...Was für ein perfekter Schnitt...

Jetzt musste man nur noch das Fleisch aus der Schale raus kriegen. Dabei hat sich Alejo 3mal, Alvarito 2mal und ich mich auch 2mal geschnitten :-)

... und mehr Eindrücke, von einer Tour, die ich mit zwei Mädels am Strand entlang gemacht habe, zu den Ecohabs. Der teuerste Ort im Park Tayrona zum übernachten... Wir mussten viel am Strand entlang laufen und viel über Steine klettern, was gar nicht so einfach war...

Und das sind sie... die Ecohabs...Nach einigem Treppensteigen haben wir dann sogar ob, ganz oben einen Wirlpool gefunden. Hier eine meiner Begleiterinnen neben dem überfüllten Pool.... mit toten Kakerlaken überfüllt...

Von da hoben hat man zur einen Seite das Meer und die Ecohabs gesehen und zur anderen Palmen, nix als Palmen, mit ganz vielen Kokosnüssen...Einen Tag haben wir dann eine etwas grössere Tour gemacht, zu einer Stelle im Urwald, die "Pueblito" (kleines Dorf) heisst. Und zwar ist das auf einem Berg oben und es sind die Überreste eines kleinen Dorfes der Ureinwohner. Für diese Tour musste man ganz viel Wasser einpacken und sich gut gegen Inseckten schützen. Aber lange Hose und lange Ärmel war einfach nicht drin...

An diesem Tag haben wir sehr viele Tiere gesehen. Unter anderem auch ganz viele Affen, mit weissen Köpfen. Leider war ich zu langsam um sie zu fotografieren. Und ganz am Anfang haben wir beobachten können, die eine Riesenfliege oder so was in ein Spinnennetz geflogen ist und die Spinne natürlich sofort reagiert hat.

Die die mich kennen, wissen, dass ich das Foto nicht gemacht hab. Weil so nah geh ich auch mit Zoom nicht ran...

Und wenn wir schon mal bei Tieren sind... eines Abends hat uns diese Gottesanbeterin an unserem Zelt besucht. Also mir sind diese Viehcher nicht so ganz geheuer. Wie war das? Also jeder hat vielleicht so seine Macken, was er isst oder trinkt oder macht, nachdem er Sex hatte... aber man muss ja nicht gleich seinen Partner auffressen...oder!?Ok, zurück zum Thema. Eidechsen gibt es dort ungeheuer viele und auch ganz viele Sorten. Vor allem ganz tolle grosse türkise.. oder die die jeder kennt, oder diese hier... brauner Kopf, schwarzer Körper und weisse Schwanzspitze. Wie ihr seht bewegen die ihren Schwanz auch ganz witzig.

Und nochmal Spinne... ziemlich in der Mitte des Fotos seht ihr einen schwarzen Punkt mit schön langen haarigen Beinen. Durchmesser mit Beinen ca. 20 cm. Ok, weg von den Tieren wieder zu unserer Tour:

Hier entlang bitte...

Der Weg war echt anstrengend, aber sehr interessant...

...und immer wieder mit kleinen Weisheiten (der Spruch hat mir am besten gefallen) oder kleinen Schildchen mit "30% des Weges" oder "80% des Weges"...

"Wenn dir deine Schuhe wichtiger sind als der Weg, lohnt es sich nicht ihn zu gehen"

Ua ua uaaaahhhh.... do klopft einem das Herz, wenn man plötzlich den Boden so weit unten sieht und nur noch an einem "seidenen Faden" hängt... d.h. ich hatte mehr Angst, dass meine Hände versagen, als dass die Liane mich nicht aushalten könnte..

Endlich oben angekommen...

Wir haben sogar eine der giftigsten Schlangen des Parks gesehn. Eine kleine braune, die einen Pfeil auf dem Kopf hat. Danach wollten wir aber dann keine mehr sehen, da die einen da oben echt tötet, weil man nicht schnell genug Hilfe bekommt.

In diesen Hütten wohnen noch welche...

Ein Ausblick beim Abstieg..

Und das kann passieren, wenn man im Jungel Barfuss läuft... Und so haben wir die 10 Tage lang gekocht und gegessen :-) Camping halt...

Sonnenaufgang im Park Tayrona... WOW!

..und Sonnenuntergang... Gute Nacht, Tayrona!